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CFR (Conversations, Feedback, Recognition)

CFR steht für Conversations, Feedback und Recognition – ein kontinuierliches Performance-Management-Modell, das das OKR-Framework ergänzt. Es verbindet die Zielverfolgung mit menschlicher Führung, persönlicher Entwicklung und Wertschätzung.

Was ist CFR?

CFR steht für Conversations (Gespräche), Feedback (Rückmeldung) und Recognition (Anerkennung). John Doerr führte das CFR-Modell in seinem Buch „Measure What Matters“ als unverzichtbare Ergänzung zu OKRs ein. Während OKRs den „Was“- und „Wohin“-Fokus liefern, bringt CFR den menschlichen Aspekt ein.

Die drei Säulen von CFR

Conversations (Gespräche)

  • Regelmäßige 1-on-1-Gespräche zwischen Führungskräften und Teammitgliedern
  • Themen: OKR-Fortschritt, persönliche Entwicklung, Karrierewachstum, Herausforderungen
  • Empfohlener Rhythmus: Alle 2 Wochen, 30 Minuten

Feedback (Rückmeldung)

  • Bidirektional: Nicht nur von der Führungskraft zum Teammitglied, sondern auch umgekehrt
  • Spezifisch und zeitnah: An konkrete Situationen geknüpft, nicht vage
  • Mit OKR-Bezug: Feedback auf Key Results und deren Fortschritt beziehen

Recognition (Anerkennung)

  • Beiträge und Erfolge würdigen – große wie kleine
  • Peer-to-Peer-Anerkennung fördern, nicht nur top-down
  • Sichtbar und zeitnah: Anerkennung wirkt am stärksten, wenn sie öffentlich und aktuell ist

OKRs ohne CFR sind wie ein Navigationssystem ohne Fahrer. Die Richtung stimmt, aber niemand kümmert sich um die Menschen auf der Reise.

CFR vs. traditionelles Performance Management

AspektCFRTraditionelles PM
HäufigkeitKontinuierlich (alle 2 Wochen)Jährlich oder halbjährlich
RichtungBidirektionalMeist top-down
FokusEntwicklung und WachstumBewertung und Ranking
OKR-BezugEng verknüpft mit Check-insKein Bezug zu Zielprozessen

CFR in der Praxis

Typischer Ablauf eines CFR-Gesprächs (30 Minuten):

  • OKR-Fortschritt besprechen: Was läuft gut, wo gibt es Herausforderungen? (10 Min.)
  • Feedback austauschen: Was kann die Führungskraft besser machen? Was braucht das Teammitglied? (10 Min.)
  • Entwicklung und Anerkennung: Erfolge würdigen, Lernchancen identifizieren (10 Min.)

CFR und der OKR-Zyklus

CFR überbrückt die Lücke zwischen den formalen Momenten des OKR-Zyklus. Während Check-ins den Fortschritt erfassen, bieten CFR-Gespräche den Raum für Reflexion, persönliches Wachstum und die menschliche Seite der Zielverfolgung.

Häufig gestellte Fragen

Wofür steht CFR?

CFR steht für Conversations, Feedback, Recognition — ein Framework, das OKRs ergänzt. Es wurde von John Doerr in 'Measure What Matters' beschrieben. Conversations sind regelmäßige 1:1-Gespräche, Feedback ist bidirektionale Rückmeldung, Recognition ist die Anerkennung von Leistungen.

Wie hängen CFR und OKRs zusammen?

OKRs definieren, was erreicht werden soll. CFR stellt sicher, dass die Menschen hinter den Zielen die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. OKRs ohne CFR werden leicht zu einer mechanischen Zahlenverfolgung. CFR bringt den menschlichen Faktor zurück.

Wie oft sollten CFR-Gespräche stattfinden?

Conversations (1:1s) sollten wöchentlich oder zweiwöchentlich stattfinden. Feedback sollte kontinuierlich und situativ gegeben werden — nicht nur am Quartalsende. Recognition sollte zeitnah erfolgen, wenn eine Leistung erbracht wird, nicht Wochen später.

Ist CFR ein Ersatz für Leistungsbeurteilungen?

Nein, CFR ersetzt keine formalen Leistungsbeurteilungen, sondern ergänzt sie. CFR schafft einen kontinuierlichen Dialog, der klassische Jahresgespräche informativer und weniger überraschend macht. Einige Unternehmen haben ihre Jahresgespräche durch häufigere CFR-basierte Check-ins ersetzt.

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