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KPI (Key Performance Indicator)

Ein KPI (Key Performance Indicator) ist eine laufende Kennzahl, die die Gesundheit und Leistung eines Geschäftsprozesses überwacht. Im Gegensatz zu OKRs messen KPIs den Status quo und halten den laufenden Betrieb im Blick, statt gezielte Veränderung voranzutreiben.

Was ist ein KPI?

Ein KPI (Key Performance Indicator, deutsch: Leistungskennzahl) ist eine laufende Metrik, die die Leistung eines Geschäftsprozesses, einer Abteilung oder des gesamten Unternehmens misst. KPIs sind kontinuierliche Messgrößen – sie verändern sich nicht quartalsweise wie OKRs, sondern werden dauerhaft überwacht.

KPIs vs. OKRs – Der entscheidende Unterschied

AspektKPIOKR
ZweckLaufende Leistung überwachenStrategische Veränderung treiben
ZeitrahmenKontinuierlichQuartalsweise Zyklen
AmbitionRealistische SchwellenwerteStretch Goals (70% = Erfolg)
StrukturEinzelne Metrik + ZielwertQualitatives Objective + messbare Key Results
Reaktion bei VerfehlungUrsache untersuchenLernen und anpassen

KPIs und OKRs sind keine Gegensätze – sie ergänzen sich. KPIs bewahren, OKRs verändern.

Wann wird ein KPI zum Key Result?

Ein KPI verwandelt sich in ein Key Result, wenn Sie eine signifikante Veränderung anstreben:

  • KPI: Kundenzufriedenheit bleibt über 4,2 von 5 (laufende Überwachung)
  • Key Result: Kundenzufriedenheit von 4,2 auf 4,7 steigern (strategische Verbesserung)

Der KPI wird zum Key Result, sobald ein ambitioniertes Verbesserungsziel dahintersteht.

KPIs als Health Metrics

Im OKR-Kontext werden KPIs oft zu Health Metrics – Kennzahlen, die neben den OKRs beobachtet werden, um sicherzustellen, dass die Verfolgung ambitionierter Ziele den laufenden Betrieb nicht beschädigt.

Beispiele für gängige KPIs

  • Vertrieb: Monthly Recurring Revenue (MRR), Customer Acquisition Cost (CAC)
  • Produkt: Daily Active Users (DAU), Feature Adoption Rate
  • Support: Durchschnittliche Antwortzeit, Customer Satisfaction Score (CSAT)
  • Engineering: Deployment Frequency, Mean Time to Recovery (MTTR)
  • HR: Mitarbeiterzufriedenheit, Fluktuationsrate

KPIs und OKRs in Northly

Northly ermöglicht es, KPIs als Health Metrics neben Ihren OKRs zu tracken. So behalten Sie den Überblick über den laufenden Betrieb, während Sie gleichzeitig ambitionierte Veränderungsziele mit OKRs verfolgen – alles in einer Plattform.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen KPI und OKR?

KPIs messen laufende Performance (z.B. monatlicher Umsatz, Churn Rate), OKRs treiben gezielte Veränderung (z.B. 'Churn von 5% auf 3% senken'). KPIs sind das Dashboard, OKRs sind das Steuer. Beide ergänzen sich: KPIs zeigen, wo es brennt, OKRs definieren, was dagegen getan wird.

Können KPIs und OKRs gleichzeitig genutzt werden?

Ja, und das ist sogar empfohlen. KPIs als 'Health Metrics' überwachen die laufende Geschäftstätigkeit, OKRs treiben strategische Veränderung. Ein KPI kann zum Key Result werden, wenn er gezielt verbessert werden soll — z.B. 'NPS von 32 auf 50 steigern'.

Wie viele KPIs sollte ein Team tracken?

5-7 KPIs pro Team sind ein guter Richtwert. Diese sollten die wichtigsten Aspekte der Teamleistung abdecken, ohne in Datenüberflutung zu münden. Nicht jede messbare Zahl ist ein KPI — wählen Sie nur Kennzahlen, die tatsächlich Handlungen auslösen.

Wann sollte ich einen KPI statt eines OKR verwenden?

Nutzen Sie KPIs für Kennzahlen, die Sie kontinuierlich auf einem bestimmten Niveau halten wollen (z.B. Uptime > 99.9%). Nutzen Sie OKRs, wenn Sie eine Kennzahl gezielt verändern wollen (z.B. Uptime von 99.5% auf 99.95% steigern). Die Faustregel: KPIs = Halten, OKRs = Verändern.

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