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OKR Grading (OKR-Bewertung)

OKR Grading ist der Prozess der systematischen Bewertung aller OKRs am Ende eines Zyklus auf einer Skala von 0,0 bis 1,0. Es liefert eine objektive Grundlage für die Reflexion und hilft Teams, ihre Fähigkeit zur Zielsetzung kontinuierlich zu verbessern.

Was ist OKR Grading?

OKR Grading (auch OKR-Bewertung) ist der formale Prozess, bei dem am Ende jedes OKR-Zyklus die Erreichung aller Key Results systematisch bewertet wird. Obwohl OKR Grading und OKR Scoring oft synonym verwendet werden, betont „Grading“ stärker den strukturierten Bewertungsprozess mit klaren Kriterien.

Die Grading-Skala

Die Standardskala reicht von 0,0 bis 1,0:

  • 0,0–0,3: Keine nennenswerten Fortschritte erzielt
  • 0,4–0,6: Teilerfolge, aber deutlich unter dem Zielwert
  • 0,7: Ideal bei Moonshot OKRs – ambitioniertes Ziel nahezu erreicht
  • 0,8–1,0: Hervorragendes Ergebnis oder Ziel war zu konservativ gesetzt

Der Grading-Prozess

Ein effektives OKR Grading folgt einer klaren Struktur:

  • Datenerhebung: Aktuelle Werte aller Key Results zusammentragen
  • Selbstbewertung: Jedes Team bewertet seine eigenen OKRs
  • Kontextualisierung: Externe Faktoren und geänderte Rahmenbedingungen berücksichtigen
  • Kalibrierung: Teamübergreifende Abstimmung, um einheitliche Maßstäbe sicherzustellen
  • Dokumentation: Scores und Erkenntnisse für die Retrospektive festhalten

Grading bei verschiedenen OKR-Typen

Die Interpretation des Grades hängt vom OKR-Typ ab:

  • [Moonshot OKRs](/de/glossar/moonshot-okr): 0,7 ist der Sweet Spot. Konstant 1,0 deutet auf Sandbagging hin.
  • [Committed OKRs](/de/glossar/committed-okr): 1,0 wird erwartet. Jede Abweichung nach unten erfordert eine Root-Cause-Analyse.

OKR Grading ist kein Urteil über die Leistung der Mitarbeitenden. Es ist ein Instrument der Kalibrierung: Wie gut können wir planen, und was lernen wir aus der Abweichung?

Häufige Grading-Fehler

  • Anbindung an Vergütung: Führt zu konservativen Zielen und unehrlicher Bewertung
  • Score ohne Gespräch: Die Zahl allein ist wertlos – der Kontext macht den Unterschied
  • Inkonsistente Maßstäbe: Verschiedene Teams bewerten nach unterschiedlichen Kriterien
  • Rückschaufehler: Vergangene Ereignisse als vorhersehbar behandeln

OKR Grading mit Northly

Northly automatisiert die Datenerhebung für das OKR Grading und berechnet Key-Result-Scores aus den wöchentlichen Check-in-Daten. Die Plattform unterstützt teamübergreifende Kalibrierung und archiviert Grading-Ergebnisse für Trend-Analysen über mehrere Zyklen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen OKR Grading und OKR Scoring?

Die Begriffe werden oft synonym verwendet. „Scoring“ bezieht sich eher auf die numerische Bewertung (0,0–1,0), während „Grading“ den gesamten Bewertungsprozess umfasst – inklusive Kontextualisierung, Kalibrierung und Dokumentation. In der Praxis meinen beide dasselbe Verfahren.

Wie oft sollte OKR Grading durchgeführt werden?

Einmal am Ende jedes OKR-Zyklus (typischerweise quartalsweise). Zusätzlich können Zwischen-Gradings bei Halbzeit des Zyklus helfen, den Kurs frühzeitig zu korrigieren. Das finale Grading bildet die Grundlage für die Retrospektive.

Sollte OKR Grading an Boni gekoppelt werden?

Nein, auf keinen Fall. Die Kopplung von OKR-Grades an Vergütung führt zu Sandbagging – Teams setzen bewusst leicht erreichbare Ziele, um hohe Scores zu garantieren. OKR Grading dient dem Lernen und der Kalibrierung, nicht der Leistungsbeurteilung.

Was ist ein guter OKR-Grade?

Bei Moonshot OKRs ist 0,6–0,7 ideal. Bei Committed OKRs wird 1,0 erwartet. Ein Team, das konstant 1,0 bei allen OKRs erzielt, setzt seine Ziele nicht ambitioniert genug. Ein Grade unter 0,4 deutet auf unrealistische Zielsetzung oder fehlende Ressourcen hin.

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